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ÖVI -Pressekonferenz : Markt und Wohnbau

Verantwortlicher Autor: Brigitte Hirsch Wien, 18.01.2016, 10:41 Uhr
Presse-Ressort von: Moovie Bericht 4597x gelesen

Wien [ENA] Die Erhöhung der Immobilienertragssteuer , Änderungen bei der Grunderwerbsteuer sowie Eingriffe in die AfA haben 2015 zu einem erhöhten Verkaufsvolumen und einem hohen Preisniveau am Immobilienmarkt geführt. Bereits zur Jahreshälfte wurde eine Transaktionszuwachs von 36 Prozent verzeichnet. Besser jetzt als später verkaufen - wer weiss, was noch kommt - das mögen die Beweggründe gewesen sein.

Die Preise haben hohes Niveau erreicht und werden sich so schnell nicht wieder in die Gegenrichtung bewegen . Das Vertrauen , in Immobilien zu investieren, wird dadurch keineswegs gestärkt, fasst Elisabeth Rohr, ÖVI Vorstand , gleich zu Beginn der Pressekonferenz im Cafe Landtmann zusammen. Andreas Wollein -ÖVI Vorstand - erwartet für das kommende Jahr eine stetige, aber verhaltene Nachfrage . „ Der Markt hat sich definitiv wieder verlangsamt und die Leute sind nicht mehr der Panik verfallen, zwanghaft in Immobilien investieren zu müssen.“ Und weiter: „ Solange das Zinsniveau auch nicht spürbar nach oben klettert, wird auch die Nachfrage nach Immobilien weiter anhalten und Wohnimmobilien werden eine stabile Anlageform bleiben“ .

Klaus Wolfinger, Vorstand Bauträgersprecher des ÖVI, bescheinigt Österreich eine gute Ausgangssituation bei den Mietwohnungen durch einen "beeindruckend hohen Bestand an gefördert errichteten Wohnungen ", kritisiert aber, das in den letzten Jahren auf die "Ausgewogenheit zwischen Einkommen und den Mietkonditionen einerseits bzw. zwischen Haushaltsgröße und Fläche einer geförderten Wohnung andererseits einzuwirken" vernachlässigt wurde. Der Wohnbau entwickelt sich nur schwach.In einer Analyse der Nationalbank wird auf Investitionsschwäche hingewiesen - das mag laut ÖVI mit den sich sich laufend verschlechternden Rahmenbedingungen für Investitionen im Wohnbau zusammenhängen, die kein positives Umfeld für Investoren schaffen.

Handlungsbedarf besteht auch bei der Anpassung der technischen Standards wie z.B.: Schallschutz, Barrierefreiheit, Energieeffizienz. Wolfingers Resumee: . „Einmal mehr ist hier zu unterstreichen, dass die angestrebten Ziele nur in einem Dialog mit jenen Playern zu erreichen sein werden, die letztlich für die Entwicklung, Planung und Realisierung der konkreten Wohnbauprojekte verantwortlich zeichnen und hier unternehmerisch auf eigenes Risiko tätig werden“.

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