Freitag, 14.08.2020 12:46 Uhr

Zürcher schütteln über Mohrenkopf-Debatte den Kopf

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 13.06.2020, 10:24 Uhr
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Zürich [ENA] Zürcher schütteln über Mohrenkopf-Debatte den Kopf - Die Migros nimmt nach Kritik die Dubler-Mohrenköpfe aus dem Sortiment. Viel Verständnis von der Bevölkerung scheint die Genossenschaft nicht zu erhalten. Und wieder einmal steht der schokoladige Mohrenkopf im Mittelpunkt der Rassismus-Debatte. Nach grossem Backlash auf den sozialen Medien streicht die Migros nun die Dubler-Mohrenköpfe endgültig aus ihrem Sortiment.

Die Kantonalparteien Aargau und Zürich der Jungen SVP verteilten darum heute 500 Mohrenköpfe an der Zürcher Bahnhofstrasse. Sie empfinden den Entscheid der Migros als Armutszeugnis. Die Passanten an der Bahnhofstrasse scheint es zu freuen. Die Leckereien gingen weg wie warme Weggli, während die Debatte viele etwas rätseln liess. Die Mehrheit schüttelt über den Entscheid der Genossenschaft den Kopf. Ein Schüler (21), der sich über den kostenlosen Mohrenkopf freut, meint etwa: «Mohrenköpfe werden ja immer mit einem eher rassistischen Begriff in Verbindung gebracht. Für mich sind Mohrenköpfe nicht rassistisch.» Ob er den Entscheid der Migros nicht doch bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen könne? Doch schon, «aber es ist doch unnötig».

Mit dieser Meinung ist er nicht allein. Wichtige Auseinandersetzung vs. unsinniger Streit - «Als Aargauerin kenne ich Dubler natürlich gut und das ist ein schmackhafter Mohrenkopf. Ich finde es schade, dass es so weit gekommen ist», bedauert eine 43-jährige Hausfrau. Dass Mohrenköpfe rassistisch sein sollen, könne sie überhaupt nicht verstehen. Die Debatte um den Mohrenkopf scheint appetitanregend zu sein. Ein Lieferant warnt jedenfalls bereits vor einem Lieferengpass wegen der «aktuell ausserordentlich hohen Nachfrage».

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