Sonntag, 24.10.2021 17:50 Uhr

Die Republik rutscht nach links ?

Verantwortlicher Autor: Peter Schlusnus Herdecke, 24.09.2021, 17:10 Uhr
Kommentar: +++ Politik +++ Bericht 1978x gelesen

Herdecke [ENA] Die Befürchtungen sind groß bei den s.g. „Bürgerlichen“. Der aufmerksame Betrachter merkt die steigende Angst bei den betroffenen Parteien ganz deutlich, in die Opposition zu müssen. Alle zur Verfügung stehenden Mittel werden genutzt, um den Absturz zu vermeiden. Selbst die bisher nur auf Kommerz ausgerichteten TV- Sender spielen auf einmal in der politischen Liga mit.

Die Angst ist durchaus berechtigt, ab dem 27.09.2021, auf den Oppositionsbänken Platz nehmen zu müssen. Natürlich tut das weh, aber in allen Bereichen des politischen Agierens. Aus kommunaler Selbsterfahrung weis ich wie sich das anfühlt. Aber die Erneuerung auf den härteren Stühlen ist nicht verkehrt, denn hier wird wieder gerungen und gekämpft, um seine Ziele dem Wähler und der Wählerrinn nahe zu bringen. Harte Arbeit, ohne die Regierung im Rücken zu haben, ist angesagt. Natürlich will die CDU/CSU dies mit allen erdenklichen Mitteln verhindern und greift zu manchen Aussagen, welche bei den WählerInnen Angst erzeugen kann.

„Die Republik rutscht nach links“, heißt es an jeder sich bietenden Stelle. Aber wie weit würde diese Republik denn wirklich nach links wegrutschen und mit welchen Änderungen? Was würde der Mindestlohn von 12,00 Euro denn bewirken? Wie schon einmal vor der Einführung des Mindestlohns den Niedergang Deutschlands!! Mit dieser durchaus richtigen Aktion, den Lohn auf 12,00 Euro anzuheben, würde automatisch auch der Konsum angeregt und das Wachstum gestärkt, was doch immer so gewünscht wird. Was bewirkt denn die Deckelung der Mieten wirklich? Mehr bezahlbarer Wohnraum für die Mittelschicht. Mehr Geld für den Umweltschutz bringt neue und innovative und gut bezahlte Arbeitsplätze.

Kohleausstieg kann erst dann gelingen, wenn die alternativen Energien auch zur Verfügung stehen. Deshalb schneller in die neuen Technologien. Natürlich wird das Arbeitsplätze bei den konventionellen Energieträgern kosten, aber wie war das denn im Ruhrgebiet, als die Zechen und Kokereien und Stahlfirmen aufgeben mussten? Die Transformation läuft noch und das Ruhrgebiet kommt so langsam wieder auf die Füße, obwohl das viel schneller gehen könnte, wenn man nur mit mehr politischem Druck und mehr Geld agieren würde. Was bring denn die Republik noch an den Abgrund? Vielleicht eine höhere Besteuerung der hohen Einkommen oberhalb der Ministergehälter und die Entlastung der Einkommen bis zu diesen Beträgen?

Mit großer Sicherheit wird dies nicht zu Armut und Flucht aus dem System führen, wie das immer behauptet wird. Die große Mehrheit wird sich über mehr Netto in der Tasche freuen und das „Mehr“ auch ausgeben. Mehr Geld aus Steuermitteln in den öffentlichen Verkehr. Bahn und öPnV befinden sich in einem desolaten Zustand. Eine weitere Privatisierung auf Kosten der MitarbeiterInnen und geringeren Angeboten in der Fläche darf nicht stattfinden. Das ist das“ Aus“ der ländlichen Gebiete.

Was davon wirkt nun ruinös auf den Fortbestand dieses Landes? Ich glaube, hier wird ein Dämon an die Wand gemalt, der Angst vor Veränderungen schüren soll. Bei einigen mag das verfangen, aber die Mehrheit, so glaube ich, wird die Vorteile dieser Veränderungen erkennen und sich nicht fürchten, vor dem was da kommen kann. Warten wir es ab. Sonntag 18.00 Uhr sind wir alle erstmal schlauer.

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