Sonntag, 24.10.2021 18:24 Uhr

Schweiz mal persönlich

Verantwortlicher Autor: Lord Nicolaus Dinter Mitte - Hamburg Veddel, 30.08.2021, 12:00 Uhr
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Typisch Schweiz
Typisch Schweiz  Bild: Lord Nicolaus Dinter

Mitte - Hamburg Veddel [ENA] Da muss ich beruflich in die Schweiz und habe keine Ahnung, was mich erwartet. Aber ich bin neugierig, ist es doch eine Gelegenheit Menschen und Land kennen zu lernen. Mal raus aus dem alten Trott und neues sehen. Klar habe ich viel gehört, aber selber sehen ist dann doch etwas anderes.

Nun gut, da komm ich in Zürich an und steh auf dem Bahnhof und die erste Frage, wie komm ich ins Hotel, immerhin ist der Bahnhof gerade in der Restauration. Aber höflich wie die Schweizer sind, wird mir sofort geholfen. Die Züricher Altstadt ist eben ein Labyrinth von Einbahnstraßen und engen Gassen, also mit dem Taxi in Sideseeing Manier zum Hotel, meine Sachen ausgepackt und 27,00 € bezahlt. Zum Willkommen gibt es erstmal ein Eistee und viele höffliche Wörter.

Klar ich habe kein vier Sterne Hotel, kann ich mir nicht leisten dennoch wird mir sofort beim Gepäck geholfen und mein Zimmer ist sauber und Stilvoll eingerichtet. Cool ist, es hat ein eigenes Café und so ist für das leibliche Wohl gesorgt. Hier in der Schweiz kommt Mensch sehr schnell ins Gespräch und man redet über dieses und jenes. Aber immer höflich und respektvoll. Hier ist alles erlaubt und die Schweizer sind sehr darauf bedacht ihr eigenes Ding zu machen. Und nicht, das der Leser jetzt denkt, alles sei übertrieben, nein es gibt auch Menschen, die Mal unhöflich sind, aber die fallen kaum auf.

Nach einiger Zeit kennt man sich und spricht sich auch mit Vornamen an und Schweizer freuen sich eigentlich immer, dann erfährt Mensch auch mal was über die Nöten und Sorgen. Hier in der Schweiz sind wie überall auf der Welt, seit der Pandemie die Mieten gestiegen und die Sorge um das Einkommen ist auch da. Gerade, da Deutschland sich in der EZB durchgesetzt hat und Strafzinsen erhebt von Menschen, die besser verdienen. Gerade Schweizer sind stolz, wenn sie gut verdienen und sich etwas leisten können. Schweizer gucken nach vorne und auf ein harmonisches Miteinander.

Schweiz und Kaffee
Schweiz und Blumen
Züricher Ansicht

Da hat gerade der Finanzminister der Schweiz gesagt, es wird keine Reichensteuer geben, da 1% der Bevölkerung für 43% der Steuern aufkommen und es ist ja wohl ungerecht wäre, wenn man Menschen ihr hart verdientes Brot weg nimmt. Leben und leben lassen, ist hier die Devise. Was mir hier in er Schweiz aufgefallen ist, der Staat hält sich zurück und die Staatspräsenz ist weit weniger als in anderen Ländern, dafür ist der Staat mehr für seine Bürger da. Da ich in Zürich bin, muss ich etwas tiefer in die Tasche greifen, als in anderen Teilen von der Schweiz, Zürich ist eben ganz besonders.

Zürich bei Nacht

Die Altstadt ist sehr schön und auch die Randgebiete haben ihren natürlichen Charme. Es gibt immer etwas zu sehen oder mit einem Menschen zu sprechen. Ich bin hier viel gelaufen und es hat mir jeder Tag Spaß gemacht und „Bitte und Danke“ sind hier so normal, wie die Sonne am nächsten Tag. Es ist eine Stadt er kleinen Läden, die so individuell sind wie die Einwohner der Schweiz. Umwelt liegt jedem am Herzen, nicht nur nach dem Etikett, sondern nach dem Inhalt. Genauso ist es, mit dem Trinkwasser, an jedem größeren Platz, gibt es Trinkwasser kostenlos für Jeden. Sauberkeit und Umweltbewusstsein wird eben erwartet.

Es sind die kleinen Dinge, die die Schweizer lieben und ein kurzes Gespräch gehört immer dazu. Wer sich Zeit nimmt und sein Herz offen hält, der darf für ein paar Tage ein Teil dieser wunderbaren Welt werden. Die Schweizer lieben Ihre Freiheit und ihre eigene Art Dinge zu machen oder sie an zu schauen, mögen die Schweizer sich das erhalten.

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