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Stadt der 7 Hügel

Verantwortlicher Autor: Sebastian Böckelmanm Kiew, 11.09.2021, 16:32 Uhr
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Kiew [ENA] Das im 11. Jahrhundert errichtete Kiewer Höhlenkloster ist eine Wallfahrtsstätte, die mehrere Kirchen mit goldenen Kuppeln umfasst und Tausende Gläubige jedes Jahr anzieht. Das Kloster ist neben seinen Katakomben mit den Grabkammern orthodoxer Mönche auch für seine Sammlung von antiken Goldobjekten aus der Zeit der Skythen bekannt. Auf der Fläche von 839 km² wohnen knapp 3 Millionen Menschen.

Das himmelblaue Mönchskloster wurde im Mittelalter erbaut und besteht aus mehreren Bauten, darunter der goldenen Torkirche, der Kathedrale, dem Wirtschaftstor, der Trapezkirche von Johannes dem Täufer und noch viele weitere. Es gibt für Besucher also jede Menge zu entdecken. Vor dem Eingang der Torkirche wurde auch eine Gedenkstätte für die vier Millionen Opfer des Holodomor angelegt. Die verheerenden Hungersnot spielte sich von 1932 – 1933 in der Ukraine zu und forderte etliche Menschenleben. Es handelt sich dabei um einen Massenmord.

Nicht erst durch die Proteste im Winter 2013-2014 ist der Maidan Nesaleschnosti zum bedeutenden Wahrzeichen der Stadt geworden. Was viele nicht mehr wissen: Der von den Kiewern einfach nur Maidan genannte Platz der Unabhängigkeit war schon während der Proteste der Orangenen Revolution zentraler Punkt für die Kundgebungen. Er ist Symbol und Ort für die Entwicklung der Ukraine seit der Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991.

Der Kreschtschatyk ist die Allee neben dem Maidan und immer stark belebt. Er gilt als kürzeste Hauptstraße Europas, was natürlich relativ ist. Hier finden sich aber trotzdem viele interessante Gebäude und Läden unter anderem mit ukrainischen Designerklamotten, die einen Besuch lohnen. Sonntags ist der Kreschtschatyk autofrei und Sie könnt hier einfach spazieren gehen.

Die Fahrt mit der lokalen Metro ist der Fahrt mit dem Taxi durch die Stadt vorzuziehen. Jeder, der Kiew besucht, fährt vermutlich sogar mindestens einmal mit der Metro. Und das ist auch sehr zu empfehlen und gut so. Die Kiewer Metro ist eine der beeindruckendsten U-Bahnen der Welt und dort liegt auch die tiefste U-Bahn-Station der Welt, die Station Arsenalna. Wenn Sie hier hinab fahren, braucht Sie allein 4 Minuten, um von der Erdoberfläche bis zum Bahnsteig zu kommen. Die steilen Rolltreppen machen manche Besucher sogar schwindelig und sind ein Erlebnis für sich. In den U-Bahn-Stationen gibt es zudem immer noch viel Kunst aus Sowjetzeiten zu sehen. Für Freunde sowjetischer Kunst ist allein das schon ein ganzer Tagesausflug.

Immer wieder ist diese Stadt eine Reise wert. Kiew ist die Hauptstadt der Ukraine, liegt zu beiden Seiten des Dnepr und ist für ihre religiöse Architektur, ihre weltlichen Denkmäler und ihre Geschichtsmuseen bekannt.

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